Florian Willeitner

„Der Avantgarde die Warhol-Zunge rausgestreckt“ (Mannheimer Morgen, Juni 2025)

Er war fünf Jahre lang Primarius des weltweit gefeierten vision string quartet, schrieb für die Salzburger Mozartwoche eine „Silent Opera“ im Auftrag von Opernstar Rolando Villazón und legte zuletzt einen Fugenzyklus vor, der schon im Titel augenzwinkernd Neugier weckt: What The Fugue?

Florian Willeitner gilt als schillernder Paradiesvogel der Klassikwelt. Oder der Jazzwelt? Als kreativer Grenzgänger hat sich der bayerische Komponist und Violinist eine ganz eigene künstlerische Identität geschaffen. Klassische Ausbildung, Jazz und musikalische „Rucksackreisen“ rund um den Globus prägen seine Klangsprache, in der unterschiedliche Spielpraxen organisch miteinander verschmelzen. In seinen Konzerten gehen Interpretation klassischer Werke, Improvisation und eigene Kompositionen oftmals Hand in Hand.

Als Kammermusiker und Solist steht er auf großen Bühnen in Europa, Japan, Korea und Australien. Zu seinen jüngsten kompositorischen Wegmarken zählen die Uraufführung von Europeana in der Berliner Philharmonie sowie das Konzert für solistisches Streichquartett und Symphonieorchester mit den Mannheimer Symphonikern 2025, zahlreiche Erst- und Uraufführungen in der Tonhalle Düsseldorf 2026 und der 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb für Klaviertrio in Graz 2025, bei dem sich sein Werk Tigran’s Prelude gegen 119 Einsendungen aus 30 Ländern durchsetzen konnte. Im Januar 2026 erschien das hoch gelobte vision string quartet Album in the fields beim Label ACT, das Willeitners Zeit beim vision string quartet eindrucksvoll zusammenfasst zu dem er einen Großteil der Kompositionen beisteuerte. Dieses Album wurde mit dem opus Klassik 2026, dem wichtigsten deutschen Musikpreis, ausgezeichnet

Nach seinem Ausscheiden aus dem vision string quartet im Sommer 2026 widmet sich Florian Willeitner wieder verstärkt solistischen Tätigkeiten sowie seiner Arbeit als Komponist und Produzent. Zu den ersten Früchten dieser Neuausrichtung zählen die Uraufführung seiner Violin Road Stories mit dem Stuttgarter Kammerorchester und die Premiere seines Programms The Art of Sonata beim Mozartfest Würzburg – gemeinsam mit dem Pianisten Lucas Debargue. Es folgt eine mehrmonatige Studienreise nach Spanien unter dem Arbeitstitel „Roads of Iberia“, bei der er sich in Kooperation mit lokalen Musiker intensiv mit südspanischer Musik auseinandersetzt.

2027 komponiert Willeitner ein neues Beethoven-Programm für Michael Wollny und das vision string quartet. Außerdem schreibt er die Musik für das immersive Musiktheater „Wälder im Wandel“, das 2028 im Wiener Museumsquartier uraufgeführt wird. Weitere Werke entstehen für die Amsterdam Sinfonietta und das vision string quartet.

Florian Willeitner engagiert sich zudem für die Förderung junger kreativer Projekte und Musiker und gibt regelmäßig Meisterkurse für Kammermusik, Improvisation und ganzheitliches Musikertum. Er ist exklusiver Recording Artist bei ACT Music und Gründer des eigenen Labels „Pool of Invention“, mit dem er eigene Musik veröffentlicht und als Produzent für andere kreative Musiker tätig ist.